Heute stellen wir einmal ein relativ neues und unbekanntes CAT-Tool vor – CafeTran Espresso.

CafeTran wird seit rund 10 Jahren von Igor Kmitowski aus dem polnischen Kolobrzeg entwickelt. Es ist – wie auch Swordfish, OmegaT, Heartsome oder Wordfast Pro – ein javabasiertes Programm. Anders als das lustige Programmsymbol vermuten ließe, ist CafeTran ein vollwertiges und äußerst leistungsfähiges CAT-Tool oder TenT.

CafeTran bietet viele nützliche Funktionen, die von anderen CAT-Tools nicht geboten werden. Dazu zählen folgende Punkte:

CafeTran bietet eine sehr umfasende Dokumentation in Form eines geschlossenen Wikis. Hinzu kommt eine sehr aktive und hilfsbereite Mailingliste bzw. seit einigen Monaten auch ein Forum.

Fast alle Funktionen von CafeTran lassen sich nach eigenem Belieben einstellen und austarieren – das würde man sich bei einigen Konkurrenten auch wünschen.

Allerdings gibt es auch einige Nachteile.

Wer als Linux- oder Mac-Anwender weitestgehend auf virtuelle Maschinen verzichten möchte, erhält mit CafeTran auf jeden Fall eine sehr gute, vollwertige und empfehlenswerte Alternative zu Swordfish, OmegaT und Heartsome (kleiner Exkurs: Die Beta-Version von Fluency Now enttäuscht aufgrund fehlender Basisfunktionen und bei Wordfast lässt der seltsame, ein dezentes Schenkelklopfen auslösende Hinweis Most of the Mac issues can be solved by creating a new user account and installing Wordfast on it (der mittlerweile entfernt wurde) auf eine eher stiefmütterliche und von Unkenntnis geprägte Behandlung der Mac-Benutzer schließen).

Neu ist das Lizenzmodell von CafeTran. Die Demoversion erlaubt nunmehr bis zu 1000 TM-Segmente und bis zu 500 TB-Einträge – und das zeitlich unbegrenzt. Damit wird eine absolut funktionsfähige Umsetzungsumgebung für kleine Projekte geboten.

Eine Lizenz gilt für zwei Installationen. Sie kann als Abonnement auf Jahresbasis oder für drei Jahre erworben werden und umfasst alle Upgrades innerhalb dieses Zeitraums. Der Support funktioniert tadellos und beispielhaft.

Weitere Informationen und Screenshots gibt es in diesem Artikel von Hans Lenting im ADÜ-Infoblatt (S. 12-16).